Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.
Solidarisch, Unabhängig,
Sozial, International

Veranstaltungen im Juni 2017

Selbsterfahrungsseminar:
Empathie und Empowerment – vom Solo zum Duo

Donnerstag, 01.06.2017, 18.30 – 21.00 Uhr

In diesem Selbsterfahrungsseminar werden wir durch Tanz, Bewegung und Kreativität unsere Sinnes-Kanäle öffnen, um die eigene rezeptive und kreative Fähigkeit neu zu entdecken, Empathie zu entwickeln und zu spüren. Wir werden neue Wege zum Empowerment kennenlernen!
Durch die Begegnung mit den anderen werden wir uns selbst besser erkennen, neue Seite entdecken und das Gefühl der Zugehörigkeit genießen.
Das Seminar ist offen für alle Interessierten und richtet sich besonders an Therapeutinnen, Erzieherinnen und Frauen, die die in Pflegeberufen arbeiten.
Vorerfahrungen in Bewegung sind nicht erforderlich.
Bitte bringt bequeme Kleidung mit!
Zur Kursleiterin: Annalisa Maggiani ist Psychologin, Tanz- und Bewegungstherapeutin (Mitglied APID- Italienischer Verband für Tanztherapie, Art Therapy Italiana), MA in Art Psychotherapist (Goldsmiths College University of London), Dipl. Philosophin (Universität von Pisa).
Kosten: 20€/15€. Anmeldung bei maggiani@danzaterapia.eu

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Salutare e.V.
 

Absage - diese Veranstaltung muß leider ausfallen; sie wird noch in diesem Jahr nachgeholt:

exit RACISM. rassismuskritisch denken lernen. Eine interaktive Lesung
Donnerstag, 08.06.2017, 19.00 Uhr

Stattdessen bereiten wir eine andere Veranstaltung vor, über die Ihr demnächst hier lesen werdet.

 
Seminar:
Innovative Konzepte in der psychosozialen Versorgung in Deutschland

Dienstag, 13.06.2017, 19.00 – 21.00 Uhr

In diesem Seminar werden bedeutsame Vorbilder sowie theoretische und konzeptionelle Grundlagen von Innovationen in der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung behandelt, wobei der Fokus auf dem Konzept von „Peer Support“ liegt. Vor diesem Hintergrund werden aktuelle setting- und zielgruppenspezifische Ansätze dargestellt.
Die Teilnehmerinnen werden Grundkenntnisse über den Ansatz „Peer Support“ erwerben. Ferner werden sie innovative Projekte und Konzepte in der deutschen psychosozialen Versorgung sowie neue Versorgungsformen kennenlernen. Der Kurs ist in erster Linie begleitend zu einem zusätzlichen Lernaufwand.

Das Seminar wendet sich an PsychologInnen, PädagogInnen, HeilpraktikerInnen und ÄrztInnen mit Migrationhintergrund, sowie Menschen, die in einem therapeutischen, sozialen, beratenden oder helfenden Tätigkeitsfeld in Deutschland arbeiten und ihr Wissen erweitern möchten.
Sprachen: Italienisch, Deutsch, Englisch.
Seminarleiterin: Dr. Luciana Degano Kieser, MPH, Salutare e.V.
Anmeldung bei assosalutare@gmail.com

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Salutare e.V.
 
Aus der Comic-Zine-Workshopreihe „My Body, My Decisions“:
Feminism Black PoC

Samstag, 17.06.2017, 14.00 – 18.00 Uhr

Ein Workshop bei SchwarzRund:
Koloniale Traumata manifestieren sich oft im Körper. Let'S decolonize Bodies!

Basierend auf den Lebenserfahrungen Schwarzer und Menschen of Color erarbeiten die Teilnehmenden im Workshop Strategien, Methoden und Möglichkeiten, durch eine Welt zu navigieren, die geprägt ist von vielschichtigen Diskriminierungen und Lebensrealitäten. Gemeinsam entstehen Ideen, Bilder, Wörter... die in Zines zusammengefasst werden können. Zwischen Strichmännchen, einzelnen Wörtern, Mindmaps oder Gedankensträngen erschaffen wir gemeinsam einen Raum, in dem die vielschichtige Weltwahrnehmung von Mehrfachdiskriminierten einen Platz finden.

Zur Workshopleiterin: SchwarzRund ist Student*in (Kulturwissenschaft, Gender an der Humboldt Universität zu Berlin), arbeitet als Selbstständige und positioniert sich als cis, queer, pan, fat, Black, latin@, disabled und neurodivers. Sie bloggt unter schwarzrund.de, schreibt für das Missy Magazine, Politisch Schreiben, MSO inklusiv und die Uni. 2015 veröffentlichte sie ihre erste Novelle „Quasi“, im November 2016 folgte BISKAYA – ein afropolitaner Berlin-Roman, erschien im Zaglossus Verlag. Sie gibt intersektionale Empowermentworkshops und ist die Leitung des Projektes WE-Schwarze Poesie auf Reisen.

Wir danken der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung für die Unterstützung dieser Veranstaltung.

 
Gespräch auf Vietnamesisch:
Fragen zu Gesundheit

Samstag, 24.06.2017, 14.00 Uhr

Viele vietnamesische Frauen machen sich große Sorgen um ihre Gesundheit, besonders diejenigen Frauen, die schon lange hier in Deutschland sind. Sie haben lange Zeit sehr hart gearbeitet, und jetzt kommt die Zeit, wo die Gesundheit nicht mehr mitmacht.

Frau Dr. Le Thanh Thuy wird heute darüber sprechen und Ihre Fragen beantworten.
 
Buchparty:
„Wir sind Heldinnen! Unsere Geschichten“

Sonntag, 25.06.2017, 16.00 Uhr

„Wir sind Heldinnen! Unsere Geschichten“ kommt frisch aus der Druckerei und wir stellen es vor!
Feiert mit uns!!!

Verlag w_orten & meer:

"es gibt bücher, die sollten unterm kopfkissen eines jeden jungen menschen liegen. das buch "Wir sind Heldinnen Unsere Geschichten" vom svk gehört dazu. zehn berliner mädchen haben ein buch geschrieben, was sich gegen diskriminierung und rassismus aussprechen möchte - mal geschrieben, gemalt und fotografiert. toll.

wer das nicht liked, verlinkt, postet, bestellt, kauft, verschenkt, drüber erzählt, sich freut, dann wissen wir auch nicht weiter. ab 25.6. könnt ihr es bei uns im Verlag w_orten & meer und überall anders haben. und alle: yeah!!"

Eine Veranstaltung im Rahmen des ersten Black Lives Matter Monat in Berlin.

event auf fb

 
Aus der Reihe “Salon Intersektionalität – Reality Check”:
Afrofeminismen – Wer ist da mitgedacht?

Donnerstag, 29.06.2017, 19.00 Uhr

Diese Veranstaltung ist eine Einladung zu Inspiration und Empowerment!

Die intersektionalen Positionen von unterschiedlichen Frauen*gruppen werden heute in der deutschen Öffentlichkeit stärker wahrgenommen als früher – wenn auch noch nicht stark genug. Dazu gehören auch die Positionen von Schwarzen Frauen* und Schwarzen “Genderfluid Personen“ – seien wir Afrikanerinnen* oder Europäerinnen*, Lateinamerikanerinnen* oder Nordamerikanerinnen*.
Wir haben nicht nur viele gemeinsame, sondern auch sehr unterschiedliche Erfahrungen und Anliegen: als Migrantinnen oder Geflüchtete, als queer oder ökonomisch Marginalisierte, als Menschen, die in dieser Gesellschaft behindert werden und auch andere Formen von Diskriminierung erfahren.
Dass unsere Stimmen heute mehr gehört werden, ist den vielen Aktivistinnen* zu verdanken, die sich selbstbewusst organisieren – einige tun das schon seit Jahrzehnten. Sie erarbeiten ihre eigene Identität und Geschichte, zeigen sie der Welt und tragen ihre Forderungen nach einer Gesellschaft vor, die frei von Gewalt, Rassismus, Homophobie, Sexismus und anderen Diskriminierungen ist.

In unser heutiges Podium laden wir Schwarze Aktivistinnen* ein, um Fragen wie diese zu beantworten:

  • Wie positionieren wir uns als Feministinnen* mit sehr spezifischen Lebenskonzepten und „Afro“-Identitäten in Deutschland?
  • Welche Erfahrungen bringen wir in die Auseinandersetzung mit Kolonialismus ein?
  • Wie verbinden wir unsere Auseinandersetzungen mit unserem täglichen Leben?
  • Worauf freuen wir uns am meisten?

Mit:
- Jasmin Eding (Mitbegründerin von ADEFRA e.V., arbeitet in einem Projekt für geflüchtete Menschen)
- anouchK ibacka valiente (Gender-Aktivistin, Autorin)
- Stefanie-Lahya Aukongo (Autorin, Poetin, Kuratorin, Fotografin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Sängerin)

Moderation: Clementine Burnley (Schriftstellerin, Dichterin, Aktivistin und Mutter)

Anschließend Spoken Word von Stefanie Lahya Aukongo!

Eine Veranstaltung der Reihe “Salon Intersektionalität – Reality Check“, eine Kooperation zwischen Frieda Frauenzentrum, EWA Frauenzentrum, Frauenkreise, RuT und Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.

Zu den Referentinnen:

Clementine Burnley ist in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun geboren und aufgewachsen. Sie lebt heute in Berlin und Limbe, Kamerun.
Sie ist Schriftstellerin, Dichterin, Aktivistin und Mutter. Seit 2000 arbeitet Clementine als (kritische) Entwicklungskooperationsforscherin und Beraterin in England, Italien und Deutschland. Sie macht Organisationsbegleitung im Thema Intersektionalität in der Vereinsarbeit bei Yekmal e.V. und ist Leiterin des Projekts MSOInklusiv des Migrationsrates Berlin-Brandenburg (MRBB).
In ihrem Leben und Werk lernt sie stetig von den Personen um sich herum, mit Vergnügen durch Diskriminierung erlittene Schäden zu überwinden.

Jasmin Eding ist Dipl. Sozialpädagogin, Massagetherapeutin, Mitbegründerin von ADEFRA e.V., antirassistische-feministische-lesbische Grassroots Aktivistin.  Sie arbeitet in einem Projekt für geflüchtete Menschen.

AnouchK ibacka Valiente hat Internationales Recht studiert – beschäftigt sich aber seit langem mit Gender, Afrikanischer Diaspora und Spiritualität. Sie ist Mitorganisatorin des trans*march – den sie initiiert hat und der 2014 in Berlin stattfand –, des Cutie.BPoC – Festivals by & for Queer Trans* Inter* Black & PoC und des TransFormations – Trans* Film Festival Berlin. Geboren in La Habana und aufgewachsen in Paris, lebt sie gerne an unterschiedlichen Orten. Das von AnouchK ibacka Valiente herausgegebene Buch "Vertrauen, Kraft & Widerstand – Kurze Texte und Reden von Audre Lorde" hat neue Türen geöffnet.

Stefanie-Lahya Aukongo (genannt Lahya) ist Autorin, Poetin, Kuratorin, Fotografin, Aktivistin, Workshop-Teamerin und Sängerin. Zu viel für ein kurzes Leben? Ganz klar: Nein!
Als Freiberuflerin und machtkritische Künstlerin engagiert sie sich für Themen wie Intersektionalität, Empowerment, Panafrikanismus und gegen Diskriminierung, indem sie über das, was sie bewegt, empört und inspiriert, schreibt, fotografiert, referiert, teamt, singt und diskutiert. 2009 erschien ihr autobiografisches Buch „Kalungas Kind“. Im gleichen Jahr veröffentlichte sie ihren exklusiven Gedichtband „United Colours of Seelenkollaps“. Seit 2014 ist sie Kuratorin und Moderatorin der Spoken-Words-Veranstaltung „One World Poetry Night“.
Ihre gesellschaftliche Positionierung: in ihr wohnt eine Schwarze, von gesellschaftlicher Behinderung betroffene, neurodiverse, von Emotionen getragene, queere, big is beautiful, mehrfachüberlebende Akademikerin und Aktivistin mit deutschem Pass. Eine königliche, ost-sozialisierte, poly-lebende femme-cis-Frau aus der Mittelschicht mit unzureichenden finanziellen Mitteln, mit angemessen vielen Haaren auf dem Kopf und großem Herz. Sie sieht Positionierungen, besonders ihre eigenen, als Ausgangspunkt ihres Handelns und Fühlens und versteht diese als Ermächtigung in ihrer menschenrechtspolitischen Arbeit.