mit Mirce Velarde-Liljehult
Mittwoch, 08.10.2025
18:00 – 21:00 Uhr
Der Text in deutscher Sprache folgt unten.
“MUJER SERPIENTE” is an exhibition by Mexican artist Mirce Velarde that explores the archetype of Lilith in connection with other mythological goddesses such as Kali and Mexica earth mother and creator goddesses such as Coatlicue. She delves into the so-called wild, untamed aspect of womanhood, reclaiming this force in the midst of a world marked by social inequality, ecological crisis, and the persistent policing over women’s bodies and freedoms. The exhibition includes a series of staged performative photographs, sculptures, and an audiovisual performance. A diary written by a self-proclaimed “nature witch”, recently found by the artist, reads:
“… Lilith is bird and snake/-woman, the primordial, the primal mother. She flies as a bird whenever she wants and dances wildly as a woman… Lilith refuses to conform. Lilith is the night, the mystery, the magic, the shadow; she leads into the depths of female knowledge…”
The figure of Lilith not only accompanies every woman /-or man, who breaks free from humiliation, conformity, exile, or subjugation, but also redeems our creative and sexual powers by rejecting oppressive patriarchal structures. In this spirit, the Mexica versions of the “Mujeres Serpiente,” such as Coatlicue and Cihuacóatl, serve as symbols of resilience, cyclical transformation, regeneration, and liminal power. They invite us to reactivate our ancestral roots and our original wildness—as part of an ongoing process of inner decolonization.
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Mirce Velarde is an interdisciplinary Mexican artist who works across various media such as photography, sculpture, video installation, performance, sound, and more. In her practice, she explores the space between dual, liminal, or paradoxical mental structures and their dynamic exchange. Velarde’s work lifts the apparent borders between mind and body, self and the other, otherness or self and nature. Her work has been shown internationally in cultural spaces and events such as the transmediale Festival at the Haus der Kulturen der Welt Berlin; the Galerie der Stadt Sindelfingen; the Freies Museum Berlin; the PAF Performing Arts Festival Berlin; the Klein Humbolt Gallery; the Kunstraum Kreuzberg Bethanien Berlin, Lusvardi Art Milano, among others.
„MUJER SERPIENTE“ ist eine Ausstellung der mexikanischen Künstlerin Mirce Velarde, die den Archetyp Lilith in Verbindung mit anderen mythologischen Göttinnen wie Kali und den mexikanischen Erdmüttern und Schöpfergöttinnen wie Coatlicue betrachtet. Sie erforscht den so genannten wilden, ungezähmten Aspekt der Weiblichkeit und fordert diese Kraft inmitten einer Welt zurück, die von sozialer Ungleichheit, ökologischer Krise und der ständigen Kontrolle der Körper und Freiheiten von Frauen geprägt ist. Die Ausstellung umfasst eine Reihe von inszenierten, performativen Fotografien, Skulpturen und eine audiovisuelle Performance.
Ein Tagebuch, das von einer selbsternannten „Naturhexe“ geschrieben wurde und das die Künstlerin kürzlich gefunden hat, erzählt
“… Lilith ist Vogel und Schlange/Frau, das Ursprüngliche, die Urmutter. Sie fliegt als Vogel, wann immer sie will, und tanzt wild wie eine Frau… Lilith ist nicht konform. Lilith ist die Nacht, das Geheimnis, die Magie, der Schatten; sie führt in die Tiefen des weiblichen Wissens…”
Die Figur der Lilith begleitet nicht nur jede Frau oder Mann, der sich aus Erniedrigung, Konformität, Exil oder Unterwerfung befreit, sondern wir gewinnen auch ihre schöpferischen oder sexuellen Kräfte zurück, indem sie unterdrückerische patriarchalische Strukturen ablehnt. In diesem Sinne dienen die mexikanischen Versionen der „Mujeres Serpiente“, wie Coatlicue und Cihuacóatl, als Symbole für Widerstandsfähigkeit, zyklische Transformation, Regeneration und liminale Macht. Sie laden uns ein, unsere angestammten Wurzeln und unsere ursprüngliche Wildheit zu reaktivieren – als Teil eines fortlaufenden Prozesses der inneren Dekolonisierung.
Über die Künstlerin:
Mirce Velarde ist eine interdisziplinäre mexikanische Künstlerin, die zwischen verschiedenen Medien wie Fotografie, Bildhauerei, Performance, Sound, und weiteren arbeitet. In ihrer Praxis erforscht sie den Raum zwischen dualen, liminalen oder paradoxen mentalen Strukturen und deren dynamischen Austausch. Velardes Arbeiten heben die scheinbaren Grenzen zwischen Geist und Körper, Selbst und die Andere oder Selbst und Fremdheit oder der Natur auf. Ihre Arbeiten wurden international in kulturellen Räumen und Veranstaltungen wie dem transmediale Festival, im Haus der Kulturen der Welt Berlin; der Galerie der Stadt Sindelfingen; dem Freien Museum Berlin; dem PAF Performing Arts Festival Berlin; der Klein Humbolt Galerie; dem Kunstraum Kreuzberg Bethanien Berlin, Lusvardi Art Milano, unter anderen gezeigt.